Friday, September 18, 2009

USA Newsletter No.14 - How to Get a Job

Dear Fans,

As promised in the last newsletter this time something new. I wanna try a language experiment. You will find out as you read on. So, what is going on?!? Pretty much I guess, but still not a lot. Okay, instead of confusing you I will start slowly for beginners. I'm doing great. Summer is almost over over here. We have many warm days, but it's not hot and humid anymore. So, weather talk is over, let's come to the real news!

Also, was zum Teufel ist seit meiner letzten Email passiert. Erstmal gucken, wann ich die letzte geschrieben habe... Kaum aus der Schule und schon ein Gedächtnis wie ein Sieb! Okay, 17. August - fast genau einen Monat abgepasst. Der letzte Monat stand ganz unter dem Motto "Sommer, Freizeit, Freunde". Nachdem Nancy, meine Roadtrip Gefaehrtin, zurueck nach Deutschland geflogen ist, stand fuer mich Jobsearch (ups, wir sind ja jetzt im deutschen Teil, also wollen wir uns auch darauf konzentrieren → "Arbeitplatzsuche") auf dem Programm.

Nach der ersten Woche ist mir die Decke auf den Kopf gefallen, vor lauter zu-Hause-Rumsitzerei. Um meiner neuen Angewohnheit, aus Langeweile und Frust zu essen, entgegenzuwirken, habe ich angefangen wie ne Bekloppte ins Gym (ähh... Fitnessstudio... ähh... Bewegungs- und Sportzentrum) zu gehen. JEDEN TAG! Ich sag euch, ich brauche bald neue Turnschuhe, weil die Sohlen abgelaufen sind... HAHAHA

Nach der zweiten Woche war ich kurz vor dem Nervenkollaps. Ich hatte mir die ganze Jobsuche echt etwas anders vorgestellt! Nur damit ihr ansatzweise versteht, wie mein Tag so aussah: morgens frueh unmotiviert aufstehen, Fruehstueck, an den Schreibtisch. Den ganzen Tag Online Profile bei Firmen ausfuellen und auf die daemlichsten Stellen bewerben. Jobseiten durchsuchen, und auf jede erdenkliche, ansatzweise zu meinem Studienhintergrund passende Stelle bewerben. Pro Tag sicher so 20 bis 25 Bewerbungen! Und das Ganze nur, um KEINE einzige Antwort zu bekommen. Wenn mal ein Anruf kam, dann lief der etwa so ab:

Me: Veronika Stock, hello!

Other side: Hi my name is ... and I'm calling from the recruiting agency ... You applied for the position of ... and you seem to be a really good match. I would like to ask you a couple of questions, if this is a convenient time for you right now.

Me: (totally enthusiastic, thinking: see! job searching and finding is not that difficult after all!) saying: Right now is perfect!

Other side: So tell me a little about yourself. I see you studied in Germany. I'm wondering, how is your visa situation over here?!

Me: I have a work visa for one year after that I would require sponsorship but...

Ohter side: (interrupting) Oh, you need sponsorship??? OHHHHHHHHHHHHH... OHHHHHHHHH... Well, my client is not interested in dealing with that. (trying to sound apologetic) Sorry. But I will keep your resume on file, in case another job position opens up I will definitely consider you again!

Me: (thinking: yeah sure... I will never hear from you again!) saying: Sounds great. It was nice talking to you. Hope to hear from you soon!

No kiddin, I'm not even exaggerating!! That's how EVERY single phone call went!

In der dritten Woche habe ich mir dann einen Plan B ueberlegt. Full-time job in meinem Erfahrungsbereich ist ja nun echt ein bisschen viel verlangt, oder?! Findet ihr auch, nicht wahr?! Also, mein neues Ziel ist nun hier den CPA zu machen. Das ist eine Pruefung im Steuer- und Auditbereich, die man so ein bisschen mit dem deutschen Steuerberater/Wirtschaftspruefer vergleichen kann. So ungefaehr. Die internationalen Pruefungsgesellschaften wollen hier, dass alle ihre Neuanfaenger direkt den CPA machen, von daher schadet das sicher nicht. Um mein Leben hier weiterhin finanzieren zu koennen, habe ich mir ueberlegt einen Aushilfsjob irgendwo zu suchen. Irgendwas um raus zu kommen, Leute kennenzulernen, und vielleicht nebenbei auch noch ein bisschen Geld zu verdienen.

Nun, wieviel von diesem Plan habe ich schon umgesetzt?!? CPA ~ Der Anmeldeprozess war aetzend! Die wollten sogar das Abiturzeugnis aus Deutschland uebersetzt haben. Professionell. Also teuer. Die Anmeldung musste notariell bestaetigt werden, Bank Scheck besorgen (Ueberweisungen kennen die hier nicht...), und so weiter. Ihr koennt euch mich vorstellen, wie ich, genau wie Asterix und Obelix, vom gruenen Schalter das gelbe Formular hole und ausfuelle, zum Fach auf Etage 25 gehe, dort das Genehmigungsschreiben abhole, womit ich berechtigt bin zum blauen Schalter auf Etage 13 zu gehen um dort das lila Formular abzugeben. renn-renn, such-such, frag-frag, hechel-hechel *LOL*

Der andere Teil meines Plan Bs war da leider auch nicht einfacher ~ Job. Als erstes, Social Security Number besorgen. Das ist sowas wie unsere Lohnsteuerkarte, ohne die man nicht arbeiten darf, also LEGAL arbeiten. Und lasst euch gesagt sein, Aemter arbeiten hier genauso lahm und ineffizient wie in Deutschland. Wenn nicht sogar noch schlimmer! In Deutschland laeuft das Ganze wenigstens nach klaren Regeln und Vorschriften. Hier ist das ein grosses Chaos! Nachdem ich die SSN dann endlich hatte, habe ich mich auf alle moeglichen tollen Jobs beworben. Kaffee Tante bei Starbucks... Verkaufsberater bei Abercrombie & Fitch... Kassiererin im Supermarkt... Aber ich darf euch freudestrahlend berichten, dass ich meinen Traumjob bei meinem absoluten Lieblingsladen Whole Foods Market, ein geiler Biomarkt, bekommen habe. Der Traumjob hat den hochtrabenden Titel "Customer Service", was eine aufgeschoente Version der Kassiererin ist. Genauso wie Raumpflegerin, oder gar Raumkosmetikerin, in Wahrheit eine Putzfrau darstellt. Also bei mir ist demnaechst "piep, piep, piep... that makes 10.35 please" angesagt.

So, soviel zu meiner ganzen Job Erfahrung. Aber da gingen ja viel spannendere Sachen ab, diesen Monat. Zum Beispiel, war ich auf zwei Konzerten, wie sie verschiedener nicht sein konnten. Nummer eins, Britney Spears im Madison Square Garden. (DER MSG in New York City!!!) Kreischende Fans, knappe Kostuemchen, viel Show aber leider kein Livegesang. Trotzdem sehenswert! Nummer zwei, The Killers im Open Air Amphitheater. Aetzende Rockband als Vorgruppe, die mehr Laerm als Musik gemacht hat, aber wahnsinnige Show der Hauptgruppe. Super Songs, super Stimmung, super Wetter, super alles. Und das Ganze fuer 10 Dollar. Was will man mehr?!?

Dann war ich auf Geburtstagen, habe mich SEEEEHR oft mit Freunden getroffen, zusammen gekocht, Starbucks, beim Umzug geholfen, IKEA (ich habe finally mein Zimmer mit Gardinen ausgestattet - ich wollte mich nicht mehr jeden Abend vor dem grossen Balkonfenster umziehen - obwohl es schon Buehnencharakter hatte und ich mich wie ein Star im Rampenlicht gefuehlt habe - wo Rampenlicht wahrscheinlich das war, was meine Nachbarn auch sehr geschaetzt haben... HAHAHA), mit Freunden zum Essen treffen, Memorial Lights von 9/11 angucken, Italienisches Strassenfest, und viel mehr. Wenn man soviel Zeit wie ich habe hat, wird man kreativ mit dem Freizeit Programm! :-) Mittlerweile habe ich Hochrespekt vor Arbeitslosen und Hartz IV Empfaengern! Nichts tun ist verdammt anstrengend!!

So, jetzt noch schnell die Fotos. Hab leider nicht so arg viele diesmal. Britney wurde dokumentiert, bei The Killers war ich daemlich genug, meine Kamera zu Hause zu lassen, Geburtstage haben andere Leute Fotos gemacht (und mir noch nicht gegeben!!) und alle anderen Occasions waren nicht so grosses Fotomaterial. Naechstes Mal wieder mehr. Promise!! Und auch mehr Englisch. Promise!!

Best regards from the greatest city on earth!! Veronika


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